Jürgen Post - Hammer Perspektiven 800 Jahre Stadt Hamm
Vom Steinkohlenbergbau zur Farbexplosion: Ehemaliger Bergmann taucht Hamm zum 800-jährigen Stadtjubiläum in ein Meer aus Farben
–Was passiert, wenn die strukturierte, von dunklen Tönen geprägte Welt des Steinkohlenbergbaus auf die grenzenlose, leuchtende Freiheit der digitalen Fotomanipulation trifft? Die Antwort darauf liefert eine außergewöhnliche Kunstausstellung zum 800-jährigen Bestehen der Stadt Hamm. Ein Hammer Fotokünstler, der nach seinem Vorruhestand im Jahr 2010 seine Leidenschaft für die fotorealistische Verfremdung festigte, widmet sein neuestes Schaffen ganz dem großen Stadtjubiläum. Seine beeindruckenden Werke werden an einem der prominentesten Orte der Stadt präsentiert: direkt im Glaselefanten des Maximilianparks. In einer Fülle von dynamischen Farben und surrealen Formen hat der Künstler herausragende Gebäude und Plätze der Stadt neu inszeniert, um den Betrachtern einen völlig anderen, magischen Blick auf ihre vertraute Heimat zu ermöglichen.
Eine visuelle Reise durch Hamm: Von der Industrie zur Moderne
Die Ausstellung zeigt eine sorgfältig kuratierte Auswahl von Hammer Wahrzeichen, die jeweils eine ganz eigene emotionale und farbliche Transformation durchlaufen haben:
Die Wurzeln der Stadt – Zeche Radbod & Hammerkopfturm:
Als Hommage an seine eigene Geschichte und die Historie der Region zeigt der Künstler die Zeche Radbod mit Bergmann in einer tiefgründigen Komposition, bei der die raue Industrie-Architektur auf ausdrucksstarke Rot- und Grautöne trifft. Der Hammerkopfturm Heinrich-Robert wiederum wird von einer monumentalen Farbexplosion aus leuchtendem Orange, Blau und Violett umrahmt, die den nächtlichen Himmel regelrecht entflammt.
Urbane Wahrzeichen im neuen Licht – Bahnhof & Persiluhr:
Der historische Hammer Bahnhof bei Nacht präsentiert sich eingebettet in edle Teal- und Goldtöne, wodurch die Elefanten-Skulpturen auf dem Vorplatz eine fast mystische Aura erhalten. Die berühmte Persiluhr aus der Innenstadt wird in ein surrealistisches, smaragdgrünes Gewand gehüllt, flankiert von traumartigen Elementen, die Raum und Zeit verschwimmen lassen.
Wasser, Recht und Architektur – Stadthafen, Wassertürme & OLG:
Der Stadthafen erwacht durch kraftvolle Farbkleckse in Orange und Blau über der kontrastreichen Schwarz-Weiß-Kulisse der Kräne und Schiffe zu neuem Leben. Die markanten Wassertürme werden von einer dynamischen Explosion aus Orange, Rot und Türkis umgeben, die die lebenswichtige Energie des Elements Wasser symbolisiert. Selbst die strenge Geometrie des Oberlandesgerichts Hamm öffnet sich durch fließende, organische Farbformationen in leuchtendem Gelb und Cyan für eine völlig neue Interpretation.
Das Herzstück der Ausstellung: Der Glaselefant
Zentraler Ankerpunkt der Serie ist die Neuinterpretation des unumstrittenen Hammer Wahrzeichens: der Glaselefant. Das Bauwerk löst sich aus seiner gewohnten Umgebung und erstrahlt vor einer kontrastreichen Kulisse aus fluiden Farbwirbeln. Die Kombination aus realer Architekturfotografie und digitaler Malerei bricht mit den Sehgewohnheiten und lädt die Besucher ein, innezuhalten, zu staunen und Hamm zum 800-jährigen Jubiläum ganz neu zu entdecken.
Über den Künstler
Der Weg zur Kunst führte für den Hammer Kreativen über die harte Arbeit unter Tage. Seit seinem Ausscheiden aus
dem Steinkohlenbergbau im Jahr 2010 im Zuge des Vorruhestands widmet er sich intensiv der Fotografie und deren digitaler Manipulation. Was als persönlicher Ausgleich begann, festigte sich schnell zu einer tiefen künstlerischen Leidenschaft. In zahlreichen Einzelausstellungen durfte er seine Werke bereits einer breiten Öffentlichkeit präsentieren und stieß dabei regelmäßig auf große Begeisterung. Die Jubiläumsausstellung im Glaselefanten markiert nun einen vorläufigen Höhepunkt seines Schaffens.
Veranstalter
Maximilianpark Hamm GmbH







